US-Soldaten bestraft, weil sie christliches Konzert nicht besuchten

Religiöse Pflichtveranstaltungen beim US-Militär? WTF?

Dass die meisten Amerikaner extrem sehr religiös sind ist ja nichts neues, doch nun wurde bekannt, dass auf einem Militärstützpunkt diverse Soldaten dafür bestraft wurden, dass sie ein Konzert christlichen Band nicht besuchten. Das Konzert war offenbar nur eines von vielen, die vom Befehlshaber des Stützpunktes unter dem Namen “Commanding General’s Spiritual Fitness Concerts” veranstaltet werden. Dabei ist “spiritual fitness” offenbar ein Tarnbegriff, der vom US-Militär benutzt wird, um religiöse Propaganda zu verbreiten, wobei da hauptsächlich das evangelikale Christentum “beworben” wird.

Aufgetreten ist in diesem Fall übrigens die Band “BarlowGirl”, welche sich selbst als “eine aggressive, beinahe kriegerische Grundhaltung (einnehmend), wenn es darum geht, den Gospel zu verbreiten und Gott zu dienen” beschreibt (was ja im Grunde keine Zweifel darüber lässt, wie die Inhalte ihrer Musik aussehen dürften). Ins Leben gerufen wurde diese Konzertreihe von Maj. Gen. James E. Chambers, welcher von sich selbst behauptet, mit 16 Jahren “als Christ wiedergeboren” worden zu sein.

Offiziell soll es bei den “Commanding General’s Spiritual Fitness Concerts” nicht darum gehen eine bestimmte Religion zu “promoten”, sondern sollen einen “mix aus Performern mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen” bieten. Selbst das wäre natürlich zu viel, wenn die Soldaten gezwungen werden diese Konzerte zu besuchen, doch waren alle bisher dort aufgetretenen Bands ausnahmslos evangelikal-christlichen Hintergrunds.

Wie es heisst befasst sich mittlerweile auch das US Verteidigungsministerium mit dem Fall, jedoch weniger wegen der Bestrafung der Soldaten, sondern weil herausgekommen ist wie viel Geld für diese Konzerte und andere Aktivitäten Richtung “spiritual fitness” ausgegeben wurde (und wird).

Amerika – Das Land der begrenzten Unmöglichkeiten…

Quellen: Huffington Post, Atheist Media Blog


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