Wie vielleicht der eine oder andere auch habe ich mich kürzlich gefragt wie ich mir bei den aktuellen Rekordtemperaturen etwas Kühlung verschaffen kann. Eine echte Klimaanlage kam aus kostengründen natürlich nicht in Frage, also habe ich mir selber etwas zusammengebastelt aus den Mitteln die ich gerade zur Hand hatte. Mit etwas Draht habe ich meinem Ventilator auf der Rückseite eine Haltevorrichtung verpasst in die ich 2 Kühlbatterien (diese Dinger für Kühlboxen, bekommt man in jedem Haushaltswarenladen für wenige Euro) gesteckt habe.
Unheimlich effektiv ist diese Methode natürlich nicht, aber es kühlt doch schon merklich besser als der Ventilator alleine. Auf der Suche nach einer effektiveren Methode mit ähnlich einfachen Mitteln bin ich dann auf diese Anleitung gestossen. Ich habs zwar noch nicht ausprobiert (und weiss auch noch nicht ob ichs werde), aber ich hab die Anleitung einfach mal übersetzt falls jemand interesse daran hat ein bisschen zu basteln
Benötigte Materialien:
- Ein Ventilator
- Ein möglichst grosser Eimer
- ca 8m Kupferrohr mit einem Durchmesser von 5-7mm
- ca 6m Plastikschlauch mit dem selben Durchmesser
- eine Packung Kabelbinder
- 2 Schlauchklammern
Aufbau:
Das Kupferrohr vorsichtig zu einer Spirale biegen, der innere Durchmesser der Spirale sollte dabei so gewählt sein, dass sie noch um die Halterung des Ventilators passt, der äussere Durchmesser sollte ungefähr dem Durchmesser des Ventilators entsprechen.
Die Spirale aus dem Rohr mit Hilfe der Kabelbinder an der Rückseite des Ventilatorgitters befestigen, die beiden Enden sollten möglichst nach unten zeigen. Nun von dem Plastikschlauch ein 2m langes Stück abschneiden und beide Stücke jeweils mit einer Schlauchklammer an einem Ende der Rohrkonstruktion besfestigen.
Das kürzere der beiden Schlauchstücke sollte nun in den Eimer führen, den man zuvor mit Eiswasser gefüllt hat, das längere Stück hängt man z.B. aus dem Fenster (wichtig ist dass das Ende des langen Schlauchstückes niedriger liegt als das des kurzen). Nun saugt man am Ende des langen Schlauchstückes bis das Wasser ankommt und von alleine weiterläuft und schaltet den Ventilator ein.
Effektivität:
Laut Geoff’s Website soll die Konstruktion einen durchschnittlichen Raum innerhalb von ca 15-20 Minuten auf ein angenehmes Level herabkühlen können, ein Eimer Eiswasser reicht für ca 2-3 Stunden.
Wer sich die Anleitung noch mal auf Englisch und bebildert ansehen möchte: Hier geht’s zur Website
Anmerkung:
Wer nicht die Möglichkeit hat den Schlauch einfach aus dem Fenster zu hängen oder ähnliches kann sich wahrscheinlich auch mit einer kleinen Pumpe, z.B. von einem Aquarium oder einem Zimmerspringbrunnen behelfen, damit würde sogar das Nachfüllen des Wassers entfallen (man muss es nur durch z.B. Eis oder Kühlbatterien kühl halten).
Lol, du bist doch krank, Cole.
Naja, hat wohl wirklich geholfen, bist ja net am Überhitzungstod gestorben.
hört sich gut an werde ich mal ausprobiren mfg und danke
Die Links sind deaktiviert,
hast du’s ausprobiert, geht’s ?
Die Links scheinen wirklich nicht mehr zu funktionieren, die Anleitung habe ich selber nicht ausprobiert, wie in dem Artikel erwähnt, nur die Variante mit den Kühlbatterien, die ich mit etwas Draht am Ventilator befestigt habe, die funktioniert, wenn auch nicht sehr effektiv, aber besser als nur ein Ventilator und mit ca 1 Euro pro Kühlakku und ein paar Cent für den Draht sehr günstig (und auch wenn der Effekt nicht so besonders ist, ein paar Grad weniger sind gerade aktuell sehr angenehm).
Weshalb die Kupferrohre auf der RÜCKSEITE des Ventilators anbringen?
Möchte gerne selber etwas bauen, nur würde ich die Rohre vorne anbringen, wie bei einem Radiator eben. Gruß Simone
Das hat mit der Balance zu tun, das Kupferrohr dürfte allein schon einiges wiegen, und wenn es dann auch noch mit Wasser gefüllt ist dürfte der durchschnittliche Ventilator wohl vorne über kippen, bei Befestigung an der Vorderseite also sicherstellen dass der Ventilator das Gewicht auch aushält.
BTW: Link zur englischsprachigen Originalanleitung wurde aktualisiert.